Agenda 21 - was geht mich das an?

Die Agenda 21 wurde 1992 auf dem Weltgipfel von Rio beschlossen und von 178 Staaten unterzeichnet, auch von Deutschland.Agenda 21 ist ein Programm für das Überleben dieser Welt im 21. Jahrhundert, ein Programm

  • für gerechtes Teilen, damit Menschen überall auf der Erde gleiche Lebenschancen erhalten
  • für behutsamen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen:
    mit Wasser – Luft – Boden – Tieren – Pflanzen, damit diese einmalige Welt für unsere Nachkommen lebenswert und bewohnbar bleibt!

Lokale Agenda 21 – Wie funktioniert das?
Bürgerinnen, Bürger und alle Gruppierungen einer Stadt verabreden gemeinsam mit Rat und Verwaltung ein Zukunftsbild ihrer Stadt, das die Agenda 21 verwirklicht. Sie erarbeiten konkrete Projekte und setzen diese auch gemeinsam um.

Agenda 21 - Warum ist sie nötig?
Wir alle leben auf Kosten anderer Menschen, der Natur und unserer Nachkommen. Das geht auf die Dauer nicht gut. Wir zahlen nicht den wahren Wert für unsere Konsumgüter, vor allem für Kleidung, Nahrung und Energie. Andere zahlen mit.

Wer zahlt mit?

  • z.B. unsere Arbeitslosen; entlassen, weil die Betriebe rationalisieren oder die Fertigung ins Ausland verlegt wird;
  • z.B. die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Dritten Welt mit einem Hungerlohn;
  • z.B. die bäuerlichen Betriebe mit Höfesterben, weil der Ertrag die Kosten nicht mehr deckt;
  • z.B. die Tiere mit Massenhaltung;
  • z.B. unsere Erde mit Verseuchung durch Farbstoffe, Herbizide, Pestizide, Gülle, etc.;
  • z.B. unsere Gesundheit mit Allergien und anderen umweltbedingten Krankheiten, weil Kleidung, Lebensmittel, Luft und Wasser mit Schadstoffen belastet sind;
  • z.B. unsere Nachkommen mit Ozonlöchern, verseuchten Böden, verseuchtem Wasser, verseuchter Luft, Atommüll, kranken Wäldern, etc. Sie tragen die Folgekosten!

Was kann ich tun? Essen und Trinken

  • Weniger Fleisch essen
  • Weniger Fertiggerichte kaufen
  • Produkte aus biologischem oder zumindest kontrolliert integriertem Anbau und aus tiergerechter Tierhaltung kaufen
  • Frische Produkte aus der Region entsprechend der Saison kaufen
  • Waren aus fairem Handel kaufen wie Kaffee, Tee, Schokolade

Kleidung

    Beim Kauf von Kleidung darauf achten, dass diese
  • hochwertig, haltbar, gut verarbeitet und zeitlos ist, also länger Freude macht
  • ökologisch und sozial unbedenklich hergestellt ist und nicht in die chemische Reinigung muss

Energie

  • Nicht benötigte Lampen ausschalten
  • Energiesparbirnen nutzen
  • Strom sparende Geräte kaufen
  • "Standby" ausschalten
  • Fenster und Türen abdichten
  • Heizkörpernischen und Rolladenkästen isolieren
  • Nur kurze Stoßlüftung statt Kipplüftung
  • Die Heizung ein Grad niedriger stellen
  • Die Waschmaschine voll beladen
  • Die Wäsche nach Möglichkeit draußen oder im Keller trocknen

Wasser

  • Trinkwasserverbrauch reduzieren, auch durch Wasser sparende Armaturen und Geräte, Regenwasser, evtl. Grundwasserbrunnen nutzen
  • Umweltschonende Putz-, Wasch- und Reinigungsmittel verwenden
  • Auf Rohrreinigungsmittel, Weichspüler und salzhaltige Streumittel verzichten
  • Duschen statt baden

Grünanlagen und Hausgärten

  • Auf chemische Düngemittel, auf Pflanzen- und Tiervernichtungsmittel, Torf und Torfprodukte verzichten
  • Haus und Dach begrünen zur Förderung von Sauerstoffproduktion, zur Klimaverbesserung und zum Wärmeschutz der Gebäude
  • Bei Neuanpflanzungen standortgerechte, heimische Gehölze und Baume berücksichtigen
  • Nistkästen anbringen

Autofahren/Flugreisen

  • Jede unnötige Fahrt vermeiden
  • Einen Wochenplan machen und mehrere Einkäufe und Besorgungen miteinander verbinden
  • Fahrgemeinschaften bilden,
  • Wo immer es geht, Fahrrad, Bus und Bahn nutzen und kleine Strecken zu Fuß gehen,
  • Freiwillig Geschwindigkeit begrenzen (Landstraße 80 km/h, Autobahn 100 - 120 km/h)
  • Bei Autokauf auf sparsamen Treibstoffverbrauch achten
  • Flugreisen nur, wenn unumgänglich, dann aber eine Spende für ein Umweltprojekt geben

Müll

  • Müll reduzieren, besonders durch Verzicht auf Einweggeschirr, Getränke in Einwegflaschen und andere Produkte in aufwändigen Einwegverpackungen
  • Größere Verpackungseinheiten kaufen
  • Abfällen getrennt sammeln und entsorgen
  • Nach Möglichkeit organische Abfälle kompostieren

Sonstiges

  • Recycling - Papier, Recycling - Toilettenpapier, umweltfreundliches Schreib- und Büromaterial nutzen
  • Auf Spraydosen und Alufolie verzichten
  • Bei Neubau und Renovierungsarbeiten umwelt- und gesundheitsschonende Materialien verwenden
  • Stofftaschen anstelle von Plastiktüten benutzen
  • Auf Artikel aus Tropenholz (ohne FSC - Umweltsiegel), Krokodilleder, Elfenbein oder Naturpelz verzichten

 

So leiste ich meinen kleinen Beitrag dazu, dass Menschen und Tiere weniger ausgebeutet werden und meine Nachkommen eine zukunftsfähige und lebenswerte Welt erben.